Archive for August 2008

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Stromberg goes Hollywood

28. August 2008

Die amerikanische Seite Hollywoodreporter.com berichtet, dass Brainpool einen Stromberg Kinofilm nach Beendigung der vierten Staffel plant. DWDL schrieb daraufhin, dass man wahrscheinlich eher einen TV-Film produzieren wolle, Pro Sieben aber anhaltende Gerüchte nicht dementieren wolle. Wie dem auch sei: Was Stromberg in Hollywood ausrichten könnte, beweist folgender Clip:

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Schon was vor am 1. Oktober?

27. August 2008

1-Jobs: Auslaufmodell oder weiter so?

Die „Arbeitsgelegenheiten“ stehen massiv in der Kritik. Bundesrechnungshof und wissenschaftliche Institute stellen fest: Fördervoraussetzungen werden nicht eingehalten, reguläre Stellen werden durch Ein-Euro-Jobs ersetzt, die Job-Chancen steigen kaum. Das ist das Ende der Ein-Euro-Jobs, sollte man denken. Doch noch immer existieren in Hessen allein bei den ARGEN 8.300 Ein-Euro-Stellen, 2005 waren es 6.400. Rund 15.000 Personen waren 2007 in Hessen im Einsatz: Rollstuhl schieben, Gemüse putzen, Sportplätze pflegen, Straßen reinigen, Aufsicht in Museen usw..

Wir fragen: Warum bleibt die Kritik folgenlos? Sind Ein-Euro-Jobs ein Auslaufmodell? Hat unsere Forderung „Existenzsichernde Arbeitsplätze statt Ein-Euro-Jobs“ Aussicht auf Erfolg, oder geht es weiter Richtung Workfare?

Vortrag und Diskussion
1. Oktober 2008, 16.30 Uhr
Gewerkschaftshaus Frankfurt
Wilh.-Leuschner-Str. 69-77
Frankfurt/Main
Wenige Gehminuten vom Hbf-Südausgang,
Nähe Baseler Platz

Weitere Infos unter www.hessen.dgb.de

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Erwerbslose besetzen Jobcenter-Büro in Köln

22. August 2008

Unterschiedliche Gruppen, Initiativen und durchaus auch EinzelkämpferInnen sind innerhalb der Kampagnen ‚Agenturschluss!‘ und ‚Zahltag!‘ in Köln gut vernetzt und werfen immer wieder Sand ins Getriebe der Kölner ARGE.

21.08.08, Köln – Es ist bekannt, dass die Poststelle der ARGE Köln Kalk sich weigert, eine Eingangsbestätigung für persönlich abgegebene Unterlagen auszustellen. Alternativ bleibt den Betroffenen nur der Postkasten – wobei der jeweilige Sachbearbeiter dann dennoch behaupten kann, nichts empfangen zu haben – ein kostenpflichtiges Einschreiben oder aber zwei bis drei Stunden Wartezeit im Eingangsbereich. Strategie und Schikane, erwerbslose Menschen zu erniedrigen.

Dass es auch anders gehen kann, haben heute über 10 AktivistInnen aus dem Spektrum der KEAs (Kölner Erwerbslose in Aktion e.V.) und der Kampagne ‚Zahltag!‘ erfolgreich durchgekämpft.

Kurz nach 10:00 Uhr wurde die Poststelle belagert. Wartende Erwerbslose und ARGE-Mitarbeiter wurden per Flyer von Sinn und Zweck der Aktion informiert. Ein zum Teil heftiges Wortgefecht mit dem dortigen Angestellten und dem hinzugerufenen stellvertretenden Standortleiter brachte nur die Entschlossenheit auf beiden Seiten zum Ausdruck. Auf der einen die Sturheit, an der Strategie der Gängelung und Entrechtung festzuhalten, auf der anderen die Gelassenheit, im Büro auf die Polizei zu warten.
Die kam dann mit einem vor der ARGE geparkten Streifenwagen (sogar mit Martinshorn) und zwei Personen. Unterdessen telefonierte die Standortleitung mit der Geschäftsführung der Kölner ARGE, offenbar um sich die Legitimation des polizeilichen Vorgehens geben zu lassen.
Nach etwas über einer Stunde traute sich dann auch der Standortleiter höchst selbst aus dem unmittelbar benachbarten Büro heraus und wirkte dabei genauso hilflos wie überfordert mit der Situation. Dabei hätte ein Sekundenakt per Stempel gereicht, das Begehren der AktivistInnen zunächst zu befriedigen. Aber offenbar fürchtete man nun den Gesichtsverlust. Billigste Konstruktionen wurden artikuliert, dass man befürchten müsse, dass tausende Kölner Erwerbslose fortan täglich in der Poststelle Schlange stehen würden. „Na, und? Dann hat die ARGE halt ein Problem, aber was hat es mit uns zu tun?“, meinte jemand darauf.

Die Polizei rief die Polizei und ein weiterer Streifenwagen, zwei weitere Polizisten fuhren mit Martinshorn vor. Das Interesse der im Erdgeschoss wartenden Menschen wurde immer größer, die AktivistInnen im Nachhinein neugierig umringt und befragt.

Zeitgleich befand sich ein KEA in der Chefetage der ARGE Mitte, um mit der Beschwerdestelle über den Vorfall zu reden und eine dauerhafte Lösung anzumahnen. Die Geschäftsführung selbst zeigte sich informiert und sichtlich genervt, was sicher auch der Permanenz aktiver Widerständigkeit innerhalb der ARGE in Köln geschuldet ist. Stichwort „Zahltag!“

Die Polizisten wissen von nix. Begriffe wie HartzIV, ARGE, Eingliederungsvereinbarung … sagen ihnen nichts, weshalb sie die Wut der Betroffenen nicht nachvollziehen können. Aber sie wissen auch nicht, dass bzw. unter welchen Umständen sie fotografiert werden dürfen oder dass auch sie von Rechts wegen verpflichtet sind, Unterlagen an die ARGE per Eingangsbestätigung entgegen zu nehmen. Auf derlei Diskussionen hatten sie auch keine Lust und drohten nunmehr mit nochmaliger Verstärkung und dass man die AktivistInnen ggf. raustragen und in Gewahrsam nehmen werde.
Die zeigten sich schnell entschlossen, es auf diese Bilder ankommen zu lassen. Man wartete also eigentlich nur noch auf das Rollkommando.

Und Plötzlich wendete sich das Blatt!

Die Standortleitung wies eine Mitarbeiterin der Eingangszone an, alle Betroffenen im Wartebereich aufzurufen, die nur etwas Abgeben möchten und diese Abgabe schnell und unkompliziert zu bestätigen. Die AktivistInnen kamen diesem Aufruf zuvor und ließen es sich nicht nehmen, eine Ansage zum Thema Widerstand gegen all die Repressionen abzugeben.

Im Endeffekt war die Hemmschwelle, dass Polizisten über zehn Erwerbslose öffentlich aus der ARGE tragen, höher als die Beharrlichkeit der Betroffenen. Noch am selben Tag kündigten die KEAs an, das Thema „vereinfachte Abgabe von Unterlagen mit Eingangsbestätigung“ weiter zu verfolgen. „Wir wissen, dass es zur Strategie des Konzepts der Unternehmensberatung Roland Berger gehört, Erwerbslose auch durch das Instrument von Warteschlangen mürbe zu machen.“, glaubt Uwe Klein zu wissen. „Unvergessen bleibt der zynische Tipp jener Berger-Beratung an die Kölner ARGE-Mitarbeiter, ‚vom Getriebenen zum Treiber‘ werden zu sollen. Das ist verbal Menschen verachtend und entmenschlicht in der Praxis auch die MitarbeiterInnen der ARGE.“

Weiterlesen! Den Text des verteilten Flyers gibts im Internet bei Indymedia

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Wucher-Döner kommt!

19. August 2008

Wie die Frankfurter Rundschau […] berichtet, soll der allseits beliebte, beizeiten auch köstliche Döner Kebap im Laufe des nächsten Jahres im Preis ansteigen. “Wir erwarten, dass die Hürde von drei Euro im nächsten Jahr übersprungen wird”, so Tarkan Tasyumruk, Sprecher des Vereins türkischer Dönerhersteller  in Europa. Grund seien vor allem gestiegene Energie- und Einkaufspreise für das Fleisch. Der kluge Dönerimbiss-Boss sorgt vor und bestellt schon heute seinen Jahresbedarf für morgen. Guten Appetit :-)

[ Quelle: Schnellschlemmer.de ]

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Let him be

14. August 2008

Wie ich heute in der Frankfurter Rundschau lesen durfte, bleibt der Mörder von John Lennon, der inzwischen 53jährige Mark Chapman, auch 28 Jahre nach seiner Bluttat und trotz guter Führung weiter hinter schwedischen Gardinen. Yoko Ono, Witwe des Beatle, hat es wahrscheinlich am passendsten zusammengefaßt: „Es gibt so viele Leute, die ihn nicht mögen. Es ist sicherer für ihn, im Gefängnis zu bleiben“.  Es wäre allerdings interessant, wie lange Chapman wirklich noch zu leben hätte, sollte er einmal entlassen werden… Mein Tipp: In unter einer Woche hätte ihn irgendein fanatischer Beatles-Fan im Zielfernrohr!

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Herr Lehmann kehrt zurück!

13. August 2008

Um die späten 80er Jahre in Berlin-Kreuzberg ging es in Sven Regeners Erstlingswerk Herr Lehmann. Nicht zu unrecht mit Lorbeeren überschüttet, folgte einige Jahre später mit Neue Vahr Süd Lehmanns Jugendzeit in der Bremer Neubausiedlung. Fast zwei Millionen Leser fragen sich natürlich, was in dem Mittelteil der Lebensgeschichte von Frank Lehmann passiert ist. Die Auflösung erscheint bereits in weniger als einem Monat im Buchhandel: Der kleine Bruder erzählt nun, wie es Lehmann nach Berlin verschlägt. Die ersten beiden Bücher waren so gut, dass ich den neuen Regener kaum erwarten kann!

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Kurzfilm der Woche (KW33)

13. August 2008

Ganze sechs Minuten lang geht unser heutiger „Shorty am Mittwoch“ und kann mit über 350.000 Views inzwischen als Classic im Netz bezeichnet werden. Die Story: Schwertkampf-Trainer Jeremy Flynn hat vor kurzem ein „Jedi Gym“ eröffnet und bietet dort Star Wars Work Outs an. Eines Tages kommt es zum Besuch von Darth Vader… Was langsam anläuft, mutiert nach einigen Minuten zu einem der schönsten Slasher Clips im Netz!