Archive for the ‘Nostalgisches’ Category

h1

#Retrode bringt alte Videospiele auf euren Computer

5. Januar 2012

Nostalgie-Zocker und Ewig-Gestrige aufgepasst: In den Staaten kommt ein ultimatives Retro-Dings…bums auf den Markt!

retrode.org

retrode.org

Caschy von Stadt-Bremerhaven.de schreibt dazu in seinem äußerst empfehlenswerten Blog:

Einen Adapter, an dem ihr Controller und Catridges aus der Super Nintendo- und Sega Genesis-Ära anschließen könnt. Der Adapter wird an den PC oder Mac angeschlossen, die eingeschobenen Spiele via Emulator zum Leben erweckt. Der Spaß kostet 85 Dollar und ist ab Ende Januar in den Staaten verfügbar.

Mit Plug-ins ist es laut offizieller Homepage außerdem möglich, ebenfalls Spiele von Atari 2600, Nintendo 64, Gameboy, Turbografx-16 und Virtual Boy auf dem heimischen Bildschirm erstrahlen zu lassen.

Erstaunlich auch die Angaben im Impressum: Hinter der Firmenwebseite Retrode.org und dem eigentlichen Produkt steckt ein Herr aus Saarbrücken. Vielleicht steht somit also einer Vermarktung in Deutschland nichts im Wege. Ansonsten hilft weiterhin der Gang zum Flohmarkt, wo man nachwievor den ein oder anderen „Schnapp“ im Retrobereich machen kann…

Advertisements
h1

Der erste Laptop der Welt?

8. Juli 2010

„High Tech“ auf der CeBit 1987: In diesem Beitrag des norddeutschen Fernsehens wird u.a. ein ziemlich unmobiler (erster?) Laptop präsentiert und eine Schreibmaschine, die an den PC angeschlossen werden kann. Aufpassen, wenn das Mobiltelefon vorgestellt wird: Dieses hat nämlich laut Moderator eine „Tastatatur“. Genial! =)

h1

Verbotenes Wundermittel

16. September 2009

Habe gerade in einer Dokumentation ein Wundermittel entdeckt, dass leider seit 1981 verboten ist weil es als krebsfördernd und nierenschädigend gilt. Gemessen am in der Werbung gezeigten Erfolg sind dies allerdings nur kleine Nebenwirkungen… =)

h1

Thank You Mario! Generator

15. September 2009

Mit dem „Thank You Mario!“- Generator könnt ihr euch kostenlos eure individuelle animierte GIF-Datei im Super Mario NES-Look samt eigenem Text erstellen lassen. Einfach mal ausprobieren unter http://wigflip.com/thankyoumario/

Thank You Mario! Generator

Thank You Mario! Generator

h1

Isolierstation Classics: Sturmtief Kyrill

15. Februar 2009

Die Isolierstation – der Vorgänger zu diesem Blog hier – war durch unseren damaligen Mitarbeiter „Champster“ Ken Metze quasi live dabei, als das Sturmtief Kyrill über Deutschland sauste und einiges an Zerstörung hinterlies. Dieses Protokoll führt euch nochmals gut zwei Jahre zurück zur Naturkatastrophe und ihren Folgen … im Osten! ;)


Sturmtief Kyrill – Das Ende Stoibers
(Das Protokoll einer Katastrophe)
Champster, 18. Januar 2007

12:00 Uhr Die Schulen sind geschlossen, die Lehrer informieren die Schüler, dass sie den kürzesten Weg nach Hause nehmen sollen um sicher anzukommen. In Bayern ist es ruhig.

13:00 Uhr An der Universität wird bekannt gegeben, dass ab 14 Uhr alle Vorlesungen und Seminare ausfallen. Der Strom wird abgestellt, die Eisernen Lungen in der Uniklinik werden auf Solarenergie umgestellt, der Rest der Belegschaft rennt weg. Es beginnt zu nieseln. In Bayern wird es unruhig.

14:00 Uhr Die Katastrophe ist da. Die Läden in Halle sind geschlossen, die Marktplatzhändler verschwunden. Auf den Straßen sind nun nur noch kleine Kinder und Hunde. Verliebte machen es sich vor dem Kamin bequem und sichern sich mit Kerzen und Leuchtkondomen gegen einen eventuellen Stromausfall vor. In Bayern ist die Bombe geplatzt. Stoiber tritt zurück.

14:05 Uhr Katastrophenmeldungen auf allen Fernseh-stationen. Der Bayernstaat steht ohne Heiland da, wie soll es weitergehen? Befürchtet werden die 7 Plagen, welche über die Menschheit kommen soll.

14:07 Uhr Ein Reporter aus der CSU Zentrale gibt bekannt: Es wird keine Plagen geben. Stoiber hat dazu schlicht keinen Bock. Die Bahn setzt trotz allem ihren Verkehr aus.

14:30 Uhr Hoffnungsschimmer in Berlin. Die Mauer soll eine eventuelle Flut aufhalten und auch den Wind brechen.

14:35 Uhr Hastig wird ein Konvoi zusammengestellt, der die Mauer wieder aufbauen soll, unerhoffte Unterstützung gibt es von Henrico Frank, er sagt dafür kurzfristig ein Bewerbungsgespräch ab. Sein Kommentar: „Die Gesellschaft geht vor meinen Arbeitsfleiß“

15:00 Uhr Der Mauerbau wurde abgeblasen. Dafür plant man dem zurückgetretenen Bayern-König Stoiber ein Märchenschloss zu bauen. Henriko Frank hat sein Engagement zurück gezogen. Sein Kommentar: „Och nööö“

15:15 Uhr Die Stadt ist Menschenleer. Nur im Medien-zentrum wird noch gearbeitet. Hauptaufgaben dort: – Nachruf auf Ede Stoiber, Nachruf auf Sturmtief Kyrill, Nachruf auf die Internetseite der Wetterdienste, welche allesamt zusammen gebrochen sind.

16:00 Uhr Eine Kuh fliegt an meinem Fenster vorbei. Bin ich denn schon wieder besoffen? Ich sollte eine kühle Dusche nehmen.

16:01 Uhr Ich öffne das Fenster und dusche. Der blasende Wind trocknet mich im selben Augenblick in dem ich eigentlich nass werden müsste. Ich bin fasziniert und öffne eine Flasche Sekt vor guter Laune.

16:05 Uhr In Bayern melden sich die ersten Nachfolger für Stoiber.

16:10 Uhr Stoiber lehnt kategorisch all seine Nachfolger ab und überlegt doch noch einmal zu kandidieren.

16:11 Uhr Die CSU Chefetage plant um Stoiber eine Mauer zu bauen, damit er kein Unheil mehr anrichten kann.

16:30 Uhr Henriko Frank lehnt eine Teilnahme am Mauerbau ab.

16:45 Uhr Wird der Mauerbau um Stoiber wegen schlechten Wetters abgebrochen. Stoiber rettet sich mit Günther Beckstein und Peter Hartz ins Lokal „zum goldenen Gams“, dort planen die drei eine Dienstreise in die Karibik.

17:00 Uhr Soeben fuhr eine Polizeistreife durch unser Wohngebiet: „Meine Damen und Herren, aufgrund der Wettersituation muss ich Ihnen mitteilen, dass *nuschel,nuschel* ausfällt!“ Ich schaue auf den Kalender und überlege, was nun ausfällt: Seniorenbingo? Rudelbums im Bordell? Die Notrufnummern? Ich höre noch einmal genau hin und wieder nuschelt der Beamte an der wichtigen Stelle.

17:10 Uhr Die Medien geben bekannt, dass in Bayern ein Kleinkind von einer Balkontür erschlagen wurde. Seitdem gibt die Polizei die Order auch Kinder ins Haus zu lassen. Von Stoiber spricht nun schon niemand mehr.

17:35 Uhr Mein Radio ist tod. Das letzte, was der Moderator noch sagte: „Bei uns ist der Strom ausgefallen, wir wissen nicht, wielange wir noch mit Notstromaggregat senden können, doch nun erst einmal Robbie Williams“ Robbie kam nicht mehr. Vielleicht auch ganz gut.

17:45 Uhr Das absolute Chaos ist ausgebrochen. Plün-derungen und Massenvergewaltigungen sind an der Tagesordnung. Der Rudelbums im Puff wurde also nicht abgesagt. Ich habe Hunger und bestelle mir eine Pizza. Nach meinem Gutschein verdient der gute 1.50 Euro an mir und muss dafür sein Leben riskieren. Ich vermisse die Zeit, in der es unter Stoiber noch alles gut war.

18:00 Uhr Die Simpsons kommen. Das Bild ist irgend-wie Gelb. Ich habe erste Gedanken daran, ob nicht vielleicht die Asiaten für den Sturm zuständig sind. Sie sind hinter ihrer Mauer doch sicher. Das waren wir in der DDR auch einmal, doch dann…. ich beginne nun auch noch das alte DDR-Regieme zu vermissen. Der Sturz von Diktatoren klappt eben nur selten reibungslos. Ich vermisse Honni, ich vermisse Stoibi, was is eigentlich mit Hussi? Baumelt er noch? Wenn ja sollte man ihn abknüpfen, nicht dass sein Baum noch umkippt und die Autobahn versperrt.

18:30 Uhr Nun hat auch noch die Deutsche Bahn den Verkehr lahm gelegt. Die Bäume auf den Gleisen würden Überhand nehmen und man wolle keine Kratzer am Lack der Loks provozieren. Ich rufe beim Chinesen an und bestelle mir eine Ente. Ich befürchte mein Pizzabote hat es nicht überlebt.

18:45 Uhr Ich sitze nun in meinem Atombunker, mit Pizza, Ente und Pflaumenwein. Ob ich den heutigen Abend noch überstehe weiß ich nicht, sollte ich gerettet werden bringt mich bitte zur Reha auf die Isolierstation. Dort will ich dann um eine Audienz beim Papst Stoiber betteln. Ich vermisse ihn.

19:00 Uhr Ich schaue aus dem Fenster und mir wird bewusst, dass ich einsam bin. Niemand auf der Straße, kein Auto und kein Flugzeug. Gehöre ich zur überlegenen Spezies des Menschendaseins und ich werde, neben 200-300 willigen Jungfauen, für die Neubevolkerung dieses Planeten zuständig sein? Ceester ist schon seit Monaten weg, Frankster nun auch… damit bin ich wohl der einzige Potente Weltenretter auf diesem, unserem – oder soll ich sagen meinem (??) – Globus.

19:05 Uhr Wenn ich aus dem Fenster sehe ist es Dunkel und Kalt. Und es regnet. Totale Hoffnungslosigkeit macht sich in Halle breit. Nur vereinzelte Freiheitskämpfer fordern mit einer Lichterkette Stoibers Rücktritt vom Rücktritt. Macht weiter, stumme Kämpfer, auf euch Hoffen wir!!!

19:10 Uhr Mir ist ein Witz eingefallen: Wir wird man seine Frau los ohne für eine Scheidung Millionen Cent auszugeben? Schick sie Zigaretten holen und all deine Probleme sind wie weggeblasen.

19:11 Uhr Ich lache immernoch über den Witz. Weine jedoch auch, da ich wahrscheinlich der einzige bin, der ihn je zur Kenntniss nehmen wird. GIBT ES DA DRAUSSEN NOCH INTELLIGENTES LEBEN??

19:25 Uhr Eben hat mich Vodafone angerufen, man wollte mich über einen Tarifwechsel informieren. OK, ich widerhole meine Frage nocheinmal: GIBT ES DA DRAUSSEN NOCH INTELLIGENTES LEBEN???

20:00 Uhr Ich entschließe mich den Tag zu nutzen, gehe zum Auto und rase ein wenig durch die Stadt. So leer wie heute war es nie – und geben wir es doch zu: So gering wie heute war die Gefahr noch nie, dass man geblitzt wird. Und wer weiß, vielleicht sehe ich irgendwo noch das ein oder andere Intelligente Wesen. Ich vermisse Stoiber. Ein wenig. Er war lustig.

h1

Isolierstation Classics: Imagine Nicole

8. Februar 2009

Der Vorläufer von Besserwixer.de war die Isolierstation. Hier fanden über mehrere Jahre satirische, aber auch nachdenkliche und informative Texte verschiedener Autoren  ein Zuhause. Einen davon veröffentlichen wir heute wieder:

Imagine Nicole
Alex Cee, Juli 2005

Ein weiterer Tag verlischt im Feuer der Vergangenheit und kommt niemals wieder zurück. Schade, denn was hätten wir in den vergangenen 24 Stunden alles verändern können? Wie wäre es mit ein bisschen Frieden und Wasser und Nahrung für die Dritte Welt?

Ein bisschen Freiheit würde unserer Erde auch gut zu Gesicht stehen und das nicht nur in so hoffnungslos gelagerten Fällen wie China, Nordkorea oder Kuba. Ebenso verträgt die Erde, zumindest in den Urlaubstagen, ein bisschen mehr Sonne, wahlweise über Dreieich, Offenbach, Hanau, Darmstadt oder am besten gleich über ganz Südhessen (in Köln und Leipzig kann es von mir aus schiffen).

Ein bisschen Freude, auch über ein Stück halbaltes Brot mit einem maschinell gepressten Mortadella-Imitat aus dem Kühlregal auf dem vertrockneten Laib von vorgestern, würde unserem Leben eine ganz neue Bedeutung geben. Dann wäre alles auch ein bisschen wärmer, wir alle könnten ein bisschen mehr träumen und die Menschen würden nicht mehr so oft weinen. Ein bisschen Frieden, auch am Gartenzaun und zwischen Hund und Katz und ein bisschen Liebe, am besten vor, während und nach der Lindenstraße, das wünsch‘ ich mir.

Ich weiß, diese Worte, die ändern nicht viel. Ich bin nur ein kleiner Junge, der sagt, was er fühlt. Allein bin ich hilflos, ein Vogel im Wind, der spürt, dass der Sturm beginnt. Sing ein kleines Lied, dass die Welt in Frieden lebt, sing ein Lied, auf das ich gewinn‘, und den Sieg mit ins Rei… äh Deutschland nimm. Sing ein Lied, das ein bisschen klingt wie dies…

Imagine, there’s no heaven,
Imagine, there’s no countries,
Imagine, no possessions…

… und zwischen all dem schleimigen Pathos eines Ralph Siegels auf Dope steckt doch ein Körnchen Wahrheit. Wer hätte das gedacht? Auf in den neuen Tag – auf dass er genauso sinnlos verstreicht wie der alte.

h1

Isolierstation Classics: 1 & 1 = 68,13 EUR?!

2. Februar 2009

Isolierstation – das war der Name unseres kleinen aber feinen satirischen Blogs, sozusagen dem Vorläufer zu Besserwixer.de – Als heutiges nostalgisches Schmankerl präsentieren wir euch einen offenen Brief an den Internetprovider 1&1 aus dem Jahr 2006. 

1 & 1 = 68,13 EUR?!
— Frankster, September 2006

An
Creditreform Koblenz
in.. äh… Koblenz

Betr. Aktennummer 10554718-INK
Alternativ auch: 1&1, dann lieber keins!

Sehr geehrte Credit-Damen und Credit-Herren,

über Ihre Fanpost habe ich mich sehr gefreut! Sie deuten an, dass ich im Vorfeld ihres Schreibens vom 18. September 2006 bereits mehrfach Post von Ihnen erhalten habe. Das liegt durchaus im Bereich des Möglichen, allerdings wanderte diese – aufgrund des nach Werbung aussehenden Logos auf Ihrem Umschlag – mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit ungelesen in den Papiermülleimer. Einem glücklichen (?) Zufall haben Sie es zu verdanken, dass ich dieses Mal gelangweilt genug war, einen nach „Wir bieten Ihnen den besten Kredit ..blablabla“- aussehenden Brief zu öffnen – und – Oh Schreck, Sie wollen sogar Geld von mir!

Sie kündigen also in Ihrem Schreiben vom 18. September an, dass die 1&1 Internat..sorry, Internet AG nach einer letzten Frist bis zum 23. September 2006 (das dürfte dann wohl heute sein) unverzüglich beim Amtsgericht einen Mahnbescheid gegen meine Wenigkeit beantragen möchte, sollte ich nicht bis dato die von Ihnen einzutreibenden 68,13 EUR auf das Konto Ihrer Wahl überwiesen haben. Auf die dann anfallenden und von mir zu tragenden Anwalts- und Gerichtskosten wäre ich angeblich schon mehrfach hingewiesen worden, was in diesem Fall jedoch nicht stimmt, da mein Papierkorb mich nicht von dem Inhalt der nach Werbepost aussehenden Briefe, die ich täglich entsorgen muss, informierte.

Zudem möchte ich Ihnen mit dem Ihnen zugrundeliegenden Fall gerne eine kleine wahre Geschichte über meinen Vertrag mit der 1&1 Garnichtnett..äh..Internet AG präsentieren: Mein Geschäftsverhältnis mit der 1-1 Indernet AG wurde bereits zum 30.09.2005, also voriges Jahr (kurz nach der Bundestagswahl … Sie erinnern sich? CDU gewählt, SPD bekommen!) schriftlich beendet. Eine Kündigung via eMail schlug bereits 2004 fehl, als genausowenig auf meine Kündigung reagiert wurde wie beim eben angesprochenen letzten registrierten Versuch. Ich bin demnach der vollsten Überzeugung, dass seitens der lustigen Online-Nerds aus Montabaur (toller ICE-Bahnhof, leider unbenutzt, da verwaist) kein Anspruch auf mein hart erschnorrtes Arbeitslosengeld mehr besteht – und zwar schon lange nicht mehr. Schei…benkleister!

Nun, vielleicht mag Sie meine schamlose Beichte überraschen, vielleicht aber auch nicht, denn immerhin kennen Sie Ihre Auftraggeber. Und da kann es scheinbar schon mal vorkommen, dass sich eine Forderung als Null und Nichtig erweist, da eine Frau Niersch (Sie wissen schon, die Tratsche mit dem Ekzem im Gesicht) morgens bei der Nagelpflege aus Versehen den Kaffee umgeschmissen und dabei die Tagespost zu einem …hm… sagen wir mal „unleserlichen Klumpen Altpapier“ verwandelt hat. Dummerweise muss sich unter den Unfallopfern auch mein Kündigungsschreiben, welches ich Ihnen in der Anlage zum bestaunen, weiterkopieren, durchfaxen, wegheften und in fünf Jahren zum Papierhexeln mitgeschickt habe, befunden haben.

An und für sich eine sehr bedauerliche und für Sie zeitaufwändige, für 1&1 ärgerliche und für mich belustigende Angelegenheit. Immerhin wird das jetzt nichts mit dem tollen Inkassoverfahren und der Richter muss sich auch wieder mit langweiligen Wirtschaftsbetrugsfällen in Millionenhöhe beschäftigen anstatt sich unserer 68,13 Euro anzunehmen, doch versetzen Sie sich in einer ruhigen Minute in meine Lage: Kündigung abgeschickt, Dienstleister bucht weiter ab, das einige Monate mit angeschaut, Abbuchung zurückgehen lassen und das Finanzinstitut angewiesen, den Dauerauftrag zu stornieren. Achten Sie da darauf, ob die Innerned AG auch tatsächlich den Erhalt der Kündigung schriftlich bestätigt hat?

Sehen Sie, erwischt!

Doch jeder Briefwechsel hat auch etwas Gutes: Sie haben zehn Minuten Ihrer täglichen Arbeitszeit hinter sich gebracht, ich werde Briefe der Dr. Rödl Creditreform nicht mehr mit Werbemumpitz der Dr. Best-Zahnpflege verwechseln und der Student Hagen Gebhardt, der bereits im Jahre 2004 meinen ersten Email-Kündigungsversuch bei der 2-1=1 AG versehentlich mit dem üblichen „Viagra-Pralle-Möpse“-Spam verwechselt und auf „Nimmerwiedersehen“ über den Datenjordan geschickt hat, durfte im Rahmen seiner neuen Praktikumsstelle bei der Deutschen POST AG auch mal wieder etwas sinnvolles zum Bruttoinlandsprodukt beitragen.

Der Angeklagte plädiert somit ganz klar und deutlich auf „Nicht schuldig“. Sie dürfen aber gerne versuchen, in meinem Namen Ihre etwaig angefallenen Inkassovergütungen und Auslagen bei 1&1 in Rechnung zu stellen – nachdem ich der Firma in den letzten Jahren unzählig viel Kohle für Nix in den Rachen geschleudert habe, haben die sicherlich noch einen großen Überschuss an Geldern, die noch nicht in unsinnige Fernsehwerbung gesteckt wurde.

Dann also noch einen schönen Tag nach Koblenz, ich würde mich freuen, bald nicht wieder von Ihren zu hören (es sei denn Sie hätten ein Jobangebot für mich) und behalten Sie bitte im Hinterkopf, dass 1&1 nicht immer = -68,13 Euro ergibt.

Pleite, arbeits- und chancenlos und trotzdem nicht auf den Mund gefallen,

Ihr
Frankster

Anmerkung: Die Idioten haben sich nach einer weiteren Abmahnung und einer symbolischen Zahlung meinerseits von 1.37 EUR (ergibt quasi vom Forderbetrag abgezogen diabolische 66.66 Euro) nie mehr gemeldet…